Von Thomas Nasswetter

Konzertkritik und Ausblick

Am 23. Oktober 2018 war es soweit. Mein dritter Konzertabend mit Diknu Schneeberger und der zweite mit seinem Trio. Der österreichische Gitarrist Diknu Schneeberger bildet zusammen mit seinem Vater Joschi Schneeberger und seinem ehemaligen Gitarrenlehrer Martin Spitzer das Diknu Schneeberger Trio. Und obwohl ich vermeintlich glaubte zu wissen, was mich erwartet, nämlich ein schöner intensiver musikalischer Abend, war ich dann doch einigermaßen von den Socken ob dieses Konzerts.

Und damit sind wir beim zweiten Thema dieses Blogbeitrags: Das Weihnachtskonzert unter dem Titel Feuerlicht am Samstag den 15. Dezember 2018 wie immer um 19:30 Uhr im Ehrbar Saal.

Weihnachtskonzert am 15. Dezember 2018

„Diknu Schneeberger zeigt sich auf seinem neuen Album als ein Musiker, der gereift ist, aber nichts von seinem jugendlichen Elan verloren hat. „Feuerlicht“ offenbart sich als ein echtes Gypsy Jazz-Juwel, das in den buntesten Farben leuchtet und reine Lebensfreude vermittelt.“ Das ist der Homepage von Diknu Schneeberger zu entnehmen und dem ist nur noch hinzuzufügen, dass das Live-Erlebnis kein CD ersetzen kann. Vor allem dann, wenn die Musiker auch entsprechende Live-Musiker sind. Das ist beim Diknu Schneeberger Trio auf jeden Fall so. Aber machen Sie sich selbst ein Bild. Hier ein kleiner Ausschnitt vom Konzert am 23. Oktober 2018.

 

Die perfekte Kombi – Saalakustik und Gypsy Jazz

Nun also eine Rückblick auf das Konzert vom 23. Oktober 2018 unter dem Motto „The Spirit of Django“. Da war zuerst einmal der phantastische Sound. Das Trio und der Ehrbar Saal sind offenbar ein perfekte Kombination. Die exzellente Akustik des zeitältesten bespielten Konzertsaals in Wien gab der Musik ein Tiefe und Klarheit, die mich jedenfalls schwer erstaunte. Ein Sound wie aus meinen Highend-Mastering-Monitoren kombiniert mit einer räumlichen Tiefe, die eben nur ein Konzertsaal bieten kann. Der Klang war einfach ein Genuss. Und weil live gespielt um diese Magie reicher, die sich niemals auf CD bannen lässt.

Spirit of the Diknu Schneeberg Trio

The Spirit of Django – das war der Titel des Abends und das waren die Erwartungen. Aber Diknu Schneeberger und seine beiden musikalischen Begleiter sind längst aus dem Schatten des großen Django Reinhart getreten und haben ihren eigenen Stil entwickelt. Das Thema technische Perfektion spielt nur am Rande eine Rolle, denn die Darbietung war von einer für mich überraschenden Souveränität gezeichnet, die ich nicht erwartet habe. Vor vier Jahren habe ich das Trio zum letzten Mal gesehen und in dieser Zeit ist offenbar viel passiert. Dass die drei Herren Weltklasse sind haben sie damals schon angedeutet, jetzt sind sie dort eben angekommen. In der heutigen Zeit, die ja so gerne leistungsbezogen ist, gehört die „außerordentliche Anstrengung“ zum Ausdruck des Musiker-Daseins und bei vielen Musiker*innen wird das auch entsprechend zelebriert. Beim Trio und insbesondere bei Diknu Schneeberger war davon nichts zu spüren. Die Leichtigkeit war das Mittel der Wahl mit er vorgetragen hat. Das zeigt von dem übermäßigen Talent, das in diesem jungen Mann steckt.

Apropos Talent: Kompositionen von Danjo Reinhardt spielte eine eher untergeordnete Rolle, denn viele der aufgeführten Stücke stammen aus der Feder der drei Herren und brauchen in vielerlei Hinsicht den Vergleich mit Maestro Reinhardt nicht zu scheuen. Der nächste Punkt, an dem ich positiv überrascht wurde. Kommen Sie und staunen Sie am …

Weihnachtskonzert „Feuerlicht“ am 15. Dezember 2018 >>>

 

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